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Kleidung auf dem Flohmarkt – Hosen, Jacken und Kindersachen finden und prüfen

Zuletzt aktualisiert: 10.09.2026

Kleiderständer auf einem Flohmarkt voller gebrauchter Damenkleidung auf Bügeln – helle Hosen, weiße Blusen, ein gepunkteter Rock und ein geflochtener Gürtel – daneben weiße Wäschekörbe und eine Einkaufstasche mit Obstmuster.
Aufgebügelt am Ständer ist die Ware gesichtet und kostet meist 5–20 € – dafür sparst du dir das Wühlen.Foto: Christian Dresel · August 2026 · aufgenommen auf dem Nürnberg, Meistersingerhalle
Flohmarkt-Stand an einer Hauswand: Kleiderständer mit Abendkleidern, davor ein Klapptisch voller gebrauchter Schuhe und Sneaker, dazu ein Klappstuhl auf dem Gehweg mit Herbstlaub.
Kleidung und Schuhe teilen sich fast immer einen Stand – einen Verkäufer nur für Schuhe trifft man selten.Foto: Christian Dresel · August 2026 · aufgenommen auf dem Nürnberg, ALDI Eibach
Rollbarer Kleiderständer mit einem blauen Abendkleid, grünem Plisseekleid, weißer Bluse und beigem Mantel an einer Hauswand; daneben Klappstühle und ein Kleiderbeutel, Herbstlaub auf dem Gehweg.
Auch ein kleiner Stand kann einzelne gute Stücke führen: Abendkleider und Mäntel, die kaum getragen wurden.Foto: Christian Dresel · August 2026 · aufgenommen auf dem Nürnberg, ALDI Eibach
Kleiderstand auf dem Flohmarkt am Rudeltplatz in Erlangen: Auf einem langen Tapeziertisch stapeln sich gebrauchte Kleidungsstücke – vor allem Jeans, Kinderkleidung, ein Strohhut und bunte Gummistiefel. An der Tischkante eine aufgereihte Auswahl von Schuhen und Stiefeln. Dahinter zwei mobile Kleiderständer mit Jacken, Hemden und Blusen auf Bügeln. Im Hintergrund der gepflasterte Platz mit einer Reihe geparkter Autos (Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht) vor dem REWE-Markt des Mönau-Einkaufszentrums, sonniger Spätsommervormittag.
Privatstand zum Wühlen – Jeans und Kindersachen gestapelt statt gehängt, hier liegen die 1- bis 2-Euro-Teile.Foto: Christian Dresel · August 2026 · aufgenommen auf dem Erlangen, Rudeltplatz

Eigene Aufnahmen von unseren Marktbesuchen – nach links wischen für mehr.

Kleidung ist die klassische Flohmarktware: leicht, überall zu haben und mit einer Preisspanne, bei der ein komplettes Outfit weniger kostet als ein einzelnes neues T-Shirt. Der Haken ist, dass man am Stand nicht in die Umkleide kann und es kein Rückgaberecht gibt. Wer weiß, wie man Größe, Zustand und Material in wenigen Sekunden einschätzt, kauft trotzdem selten daneben. Diese Seite geht die einzelnen Kleidungsarten der Reihe nach durch.

Gibt es auf dem Flohmarkt Kleidung zu kaufen?

Ja. Kleidung ist auf fast jedem Flohmarkt eine der größten Warengruppen – an Kleiderständern, auf Tapeziertischen und in Wühlkisten. Am häufigsten sind Damenkleidung und Kindersachen, dazu Herrenkleidung, Schuhe, Taschen und Gürtel. Das Angebot reicht von der ungeordneten 1-Euro-Kiste bis zum nach Größen sortierten Stand mit Markenware.

Wie oft findet man Kleidung auf dem Flohmarkt?

Kleidung findet man praktisch auf jedem Flohmarkt – meist gleich an mehreren Ständen. Mal hängt sie ordentlich auf dem Kleiderständer, mal liegt sie in Massen auf den Tisch geworfen und kostet dann oft nur 1 bis 2 € pro Stück. Am Kleiderständer zahlt man für gute Sachen auch mal 5 bis 20 €, findet aber immer wieder etwas sehr günstig, das man eigentlich für teurer halten würde.

Damenkleidung stellt fast überall den größten Anteil, Kindersachen sind auf Familien-, Kinder- und Mädchenflohmärkten der Schwerpunkt. Herrenkleidung ist durchgehend die kleinste Gruppe. Markenware und echte Vintage-Stücke gibt es, sie sind aber die Ausnahme und stehen dann am sortierten Stand, nicht in der offenen Kiste. Ein saisonaler Effekt kommt dazu: Winterjacken und Mäntel tauchen vor allem im Herbst auf, leichte Sommersachen im Frühjahr.

Was für Kleidung auf dem Markt liegt

Grob nach Häufigkeit sortiert:

Genauso wichtig wie die Kleidungsart ist der Ständetyp: Ein Kleiderständer mit aufgebügelter Ware ist übersichtlich und meist etwas teurer. Stapel auf dem Tapeziertisch sind Mittelklasse. In der Wühlkiste oder auf der Bodendecke zahlst du für die Menge, nicht für die Auswahl – hier liegen die 1-Euro-Teile und die „Alles, was in die Tüte passt"-Angebote.

Die richtige Größe ohne Umkleide

Auf die eingenähte Konfektionsgröße ist wenig Verlass: Vintage fällt kleiner aus als heutige Schnitte, US- und UK-Größen weichen ab, und stark getragene Ware ist ausgeleiert. Verlässlicher sind Maße:

Feste, nicht dehnbare Sachen (Mäntel, tailliertes Leder, Hemden) verzeihen einen Größenfehler schlechter als Jersey und Strick.

Zustand in zehn Sekunden prüfen

Teil einmal auf links drehen und ans Licht halten, dann in dieser Reihenfolge:

Was Secondhand-Kleidung kostet

Die Preise hängen mehr vom Ständetyp als vom Etikett ab:

Verhandeln lohnt sich vor allem über die Menge: „Ich nehme diese fünf Teile – was machst du am Preis?" bringt mehr als das Feilschen um das einzelne Stück. Mehr dazu im Ratgeber Verhandeln als Käufer.

Marken, Vintage und Fälschungen

Echte Markenschnäppchen gibt es auf dem Flohmarkt, aber „Designerteil für 5 €" ist häufiger eine Fälschung als ein Glücksfall. Was du am Stand prüfen kannst:

Im Zweifel kurz übers Handy den üblichen Gebrauchtpreis nachsehen. Ausführlich im Ratgeber Fälschungen erkennen.

Kinderkleidung – die günstigste Kategorie

Kinder wachsen aus ihren Sachen heraus, lange bevor die verschlissen sind – deshalb ist gut erhaltene Kinderkleidung auf dem Flohmarkt reichlich und billig, oft bündelweise nach Größe sortiert. Auf Kinder-, Familien- und Mädchenflohmärkten ist sie der Schwerpunkt des ganzen Marktes.

Praktische Tipps für den Besuch mit Kind im Ratgeber Flohmarkt mit Kindern.

Häufige Fragen

Gibt es Hosen und Jeans auf dem Flohmarkt?

Ja, Hosen und Jeans gehören zu den häufigsten Kleidungsstücken auf dem Flohmarkt. Weil man sie nicht anprobieren kann, sind die eigene Bundweite und Innenbeinlänge oder eine gut sitzende Vergleichshose der beste Anhaltspunkt. Am Stand Knie, Gesäß und Innenschenkel auf durchgescheuerte, glänzende Stellen prüfen und den Reißverschluss einmal komplett testen.

Was kostet Kleidung auf dem Flohmarkt?

Vom Stapel auf dem Tisch oder aus der Wühlkiste meist 1 bis 2 € pro Stück, oft mit Mengenrabatt. Ordentlich aufgehängt am Kleiderständer kosten gute Teile 5 bis 20 €. Kindersachen liegen meist unter 2 € und werden häufig im Bündel verkauft. Zwischen der Ständerware findet man immer wieder etwas deutlich unter Wert.

Gibt es Winterjacken und Mäntel auf dem Flohmarkt?

Ja, besonders im Herbst. Bei der Prüfung zählt vor allem die Schulternaht (muss auf der Schulter sitzen), dazu Reißverschluss und Druckknöpfe komplett testen, das Innenfutter auf Risse ansehen und bei Daunen auf verklumpte oder feuchtigkeitsgeschädigte Kammern achten. Leder sollte geschmeidig sein und keine brüchigen, rissigen Stellen haben.

Bekommt man Markenkleidung auf dem Flohmarkt?

Ja, am sortierten Stand und beim gewerblichen Secondhand-Händler. Ein gutes Markenteil kostet dort meist 10 bis 30 €. Bei Markenware zu Spottpreisen ist Vorsicht angebracht: schief eingenähte Etiketten, fehlende Waschzettel, aufgedruckte statt eingewebte Logos und unsaubere Nähte deuten auf Fälschungen hin.

Lohnt sich Kinderkleidung auf dem Flohmarkt?

Ja, das ist die günstigste Kleidungskategorie überhaupt. Weil Kinder herauswachsen, bevor die Sachen verschleißen, ist viel gut erhaltene Ware im Umlauf, oft bündelweise für wenige Euro. Auf Kinder-, Familien- und Mädchenflohmärkten ist Kinderkleidung der Schwerpunkt.

Gibt es auch Herrenkleidung auf dem Flohmarkt?

Ja, allerdings in kleinerem Umfang als Damenkleidung. Gängige Größen bei Hemden, Jeans und Jacken sind oft früh vergriffen – wer gezielt sucht, sollte in der ersten Stunde da sein und den ganzen Markt abgehen.

Kann ich Kleidung auf dem Flohmarkt anprobieren oder umtauschen?

Eine Umkleide gibt es selten, aber über der eigenen Kleidung anprobieren ist an den meisten Ständen möglich – einfach fragen. Einen Umtausch oder eine Rückgabe gibt es beim Privatkauf nicht; was du mitnimmst, behältst du. Details im Ratgeber zur Gewährleistung beim Privatkauf.

Sollte ich gebrauchte Kleidung vor dem Tragen waschen?

Ja, immer. Wenn das Pflegeetikett es zulässt, bei 60 Grad, sonst mit einem Hygienespüler. Empfindliche Stücke, die man nicht heiß waschen kann, für zwei Tage in einen Gefrierbeutel in die Tiefkühltruhe legen – das tötet Motteneier und Milben ab.

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